Finntroll: Artwork und erster Song des neuen Albums Nifelvind

Dezember 16, 2009 at 4:37 | In Musik | Leave a Comment
Tags: , , , , , , , , , , , ,

Finntroll veröffentlichten gestern das Album-Cover sowie einen ersten Song ihres Albums Nifelvind auf ihrem Myspace-Profil. Das Album erscheint in Deutschland am 19. Februar 2010.

Finntroll - Nifelvind (Front)

Finntrolls neues Album Nifelvind

Der hochgeladenen Song trägt den Titel Under Bergets Rot, schwedisch für Unter dem Fuß des Berges. Er wird das neunte Lied auf dem erscheinenden Album sein.

Under Bergets Rot ist ein schneller Titel in typischer Finntroll-Rhythmik, -Instrumentierung und mit eingängigem Refrain. Die Stimme des ehemaligen Death-Metal-Sängers Mathias „Vreth“ Lillmåns geht vollständig darin auf. Vreth übernahm schon auf dem Vorgängeralbum Ur Jordens Djup den Gesang.

Den Entwurf und das Design des Album-Artworks übernahm wie auf sämtlichen Finntroll-Alben zuvor der Gitarrist Samuli „Skrymer“ Ponsimaa.

Zu Finntrolls Myspace-Profil

Frühere Artikel dieses Blogs zum Thema:

Finntroll – Neues Album „Nifelvind“ im Februar 2010

November 27, 2009 at 6:40 | In Musik | 3 Comments
Tags: , , , , , , , , , ,

Die finnische Folk-Metal-Band Finntroll veröffentlichte heute auf ihrem Myspace-Profil neue Informationen zu ihrem im nächsten Jahr erscheinenden Album. Das Werk soll den Titel Nifelvind tragen und elf Titel enthalten. Für Deutschland ist der 19. Februar 2010 als Erscheinungstermin geplant.

Das Album wurde in den Sonic Pump Studios in Helsinki aufgenommen und in den Finnvox Studios von Mika Jussila gemastert.

Die Band ist mit dem neuen Album sehr zufrieden: „Nach angespannten und hektischen Wochen im Studio, fehlender Zeit und Sommerfestivals, sind wir jetzt sehr, sehr zufrieden mit den Ergebnissen. ‘Nifelvind’ ist das bisher fortschrittlichste und erwachsenste Finntroll-Album, mit musikalischen Elementen von kraftvollen Death-Metal-Riffs bis hin zu düsteren Soundtracks, von hämmerndem Black Metal bis zu grooviger 80er Popmusik. All das begleitet von unserem berühmtem Sound, vielen in der Metal-Szene noch nie zu vor in der gehörten Instrumenten, Folklore und Legenden, die das Album insgesamt zum vielseitigsten Werk machen, das wir bis jetzt produziert haben.“

Um das Album europaweit zu präsentieren, treten Finntroll als Headliner des Paganfests 2010 auf.

Nifelvind bedeutet ins Deutsche übertragen ungefähr Dunkelwind oder Wind der Polarnacht. (deutsche Übersetzung)

Tracklist des Albums:
1. Blodmarsch (intro)
2. Solsagan
3. Den Frusna Munnen
4. Ett Norrskensdåd
5. I Trädens Sång
6. Tiden Utan Tid
7. Galgasång
8. Mot Skuggornas Värld
9. Under Bergets Rot
10. Fornfamnad
11. Dråp

Offizielle Website: finntroll.net
MySpace.com: OfficialFinntroll

Weiters zum Thema:
- Der Artikel Finntroll – Neues Album bis spätestens Januar 2010 (5. September 2009)

Ein Schritt weiter: Die Neue Neue Rechtschreibung

November 26, 2009 at 11:28 | In Sprache | Leave a Comment
Tags: , , , , , , , , ,

Wenn man beginnt, Sprachen zu lernen, öffnet sich der Horizont. Während man eine andere Sprache mitsamt kulturellem Hintergrund kennen lernt, verändert sich zunehmend auch das Verhältnis zur eigenen Sprache. Vieles erscheint durch den neuen Blickwinkel anders, neu oder sogar plötzlich komisch und unverständlich.

Bei mir selbst fiel mir auf, dass ich viel toleranter geworden bin. Ich habe mich mehr und mehr von der normativen Position entfernt, an die der Deutsche aufgrund des vorschreibenden Charakters des Duden – Die deutsche Rechtschreibung und amtlicher Sprachregeln gewöhnt ist. Hinzu kommt die geschürte Angst vor Anglizismen und einer Verfremdung des Deutschen, das angeprangerte Leid mit dem Dativ (Siek und seine Lehrerposition) und stures Festhalten am Alten.

Sprache ist ein Prozess. Sie wird den aktuellen Umständen und dem Lebenskontext angepasst, verändert sich, wird einfacher. Während andere Sprachen ihre Schreibung vorurteilslos anpassen, systematisieren und vereinfachen, tut sich das Englische und – zwar nicht mit vergleichbarer Brisanz – auch das Deutsche und der Deutsche schwer damit.

Dabei ist Sprache vor allem das, was gesprochen, geschrieben und verwendet wird, und wenn etwas Neues von vielen verwendet wird, hat es gute Chancen akzeptiert oder sogar zum Standard zu werden.

Es folgt eine kleine Liste mit Vorschlägen zur Reformierung der Schreibung einiger deutscher Wörter, die meiner Meinung nach, aus meinem Blickwinkel und im internationalen Vergleich mit anderen Sprachen schlau, angebracht und hilfreich für die Zukunft sind.

Eindeutschen 1: Das historische, nutzlose ph und th loswerden

Bei Fantasie, fantastisch, Delfin, Fotograf, Fotografie, Telefon, Fonetik et cetera schon passiert – einen Schritt weiter …

Philosophie –> Filosofie schw./norw./dän. filosofi; Afrikaans: Filosofie; itl. filosofia; slowen. filozofia; wallon. filozofeye
Physik –> Fysik schw./norw./dän. fysik; itl. fisica; span. fisica; Afrikaans: fisika
Phage / Bakteriophage –> Fage schw./norw./dän. bakteriofag; itl. batteriofago; span. bacteriófago
Phagozyt –> Fagozyt schw./norw./dän./niederl. fagocyt; itl. fagocita
Phalanx –> Falanx norw./dän. falanks; niederl. falanx, schw. falang; span./itl. falange
Phallus, phallisch –> Fallus, fallisch (Falluskult, Fallussymbol) schw./norw. fallos; niederl. fallus
Phänologie –> Fänologie s. Fänomen
Phänomen –> Fänomen schw./norw. fenomen; dän. fænomen; niederl. fenomeen; span./itl. fenomeno
phänomenal –> fänomenal s. Fänomen
Phänotyp, phänotypisch –> Fänotyp, fänotypisch schw. fenotyp; dän. fænotype, niederl. fenotype; span./itl. fenotipo
Phantasma –> Fantasma span./itl. fantasma
Phantom –> Fantom (Fantombild, Fantomschmerz) schw./tsch. fantom; frz. fantôme
Pharao –> Farao (Faraonengrab, Faraonenreich, faraonisch) schw./norw./dän./niederl. farao; span. faraón; poln. faraon
Pharma- –> Farma- (Farmaberater, Farmaindustrie, Farmakologe, Farmakologie, farmakologisch, Farmaunternehmen, Farmazeut, farmazeutisch, Farmazie) schw./dän. farmaci; norw. (bokmål) farmasi; niederl./tsch. farmacie; finn. farmasia
Phase –> Fase norw./dän./niederl./span./itl. fase; schw. fas
Philharmonie –> Filharmonie (Filharmoniker, filharmonisch)
Philologe –> Filologe
Philologie –> Filologie
Philosoph –> Filosof s. Filosofie
Philosophaster –> Filosofaster
Philosophem –> Filosofem
Phiole –> Fiole
Phlegma –> Flegma
Phlegmatiker, phlegmatisch –> Flegmatiker, flegmatisch
Phobie –> Fobie
Phönix –> Fönix isl. fönix; schw. fenix; dän. føniks/fønix; pl. feniks; span. fénix
Phosphat –> Fosfat
Phosphor –> Fosfor
Fotosynthese –> Fotosyntese
Phrase –> Frase (frasenhaft, frasenreich, frasieren, Fraseologie)
Physalis –> Fysalis
physikalisch –> fysikalisch s. Fysik
Physiker –> Fysiker s. Fysik
Physiognom, Physiognomie –> Fysigonom, Fysigonomie s. Fysis, fysisch
Physiologe, Physiologie, physiologisch –> Fysiologe, Fysiologie, fysiologisch s. Fysis, fysisch
Physiotherapeut, physiotherapeutisch, Physiotherapie –> Fysioterapeut, fysioterapeutisch, Fysioterapie s. Fysis, fysisch und terapi
Physis, physisch –> Fysis, fysisch
Mathematik, Mathematiker, mathematisch –> Matematik, Matematiker, matematisch schw. matematik
Metapher –> Metafer
Synthese, synthetisch –> Syntese, syntetisch
Theater –> Teater schw./norw. teater; itl./span. teatro

Theke –> Teke
Thema –> Tema schw. tema
Theologe, Theologie, theologisch –> Teologe, Teologie, teologisch
Theorie, theoretisch –> Teorie, teoretisch schw. teori
Therapie, Therapeut, therapeutisch –> Terapie, Terapeut, terapeutisch schw. terapi
Thermo-/thermo- –> Termo-/termo- (Termodynamik, Termometer, Termostat, Termounterwäsche) schw. termo- (termometer)
These –> Tese
Thron, thronen –> Tron, tronen schw. tron

v zu f bei f-Laut

Warum leistet sich das Deutsche zwei Buchstaben für den selben Laut?

Lies auch den Artikel: Fogel, Fater, Finsternis – Ein Gedanke für einen systematischeren Gebrauch des Graphems „v“ in der deutschen Sprache

Vater –> Fater engl. father; schw./norw./dän. fader, far; isl.
ver-/Ver- –> fer-/Fer- (ferabreden, ferabscheuen, Ferband, ferbrauchen, Ferein, ferfahren, ferfallen, Ferfasser, ferfinstern, fergeben, …) engl. z.B. to forgive (fergeben), to forget (fergessen); schw. förband (Ferband), förbruka (ferbrauchen), förbränna (ferbrennen), förfara (ferfahren), förfall (Ferfall),
vor-/Vor- –> for-/For- (forbereiten, Forbehalt, Forbild, forfahren,…) schw. förbereda (forbereiten), förbehåll (Forbehalt), förebild (Forbild)
vorbei –> forbei schw. förbi
vier –> fier engl. four; schw. fyra; norw. fire
Viertel –> Fiertel s. fier
vierzig –> fierzig s. fier
Vlies –> Flies vgl. engl. fleece
Vogel –> Fogel (Fogelart, Fogelbad, Fogelbauer, Fogelbeerbaum, Fogelbeere, Fögelchen, Fogelfutter, Fogeldreck, Fogeldunst, Fögelein, Fogeler, Fogler, Fogelfänger, Fogelflug, Fogelfluglinie, fogelfrei, Fogelgrippe, Fogelhäuschen, Fogelkirsche, Fogelkunde, Fogelnest, Fogelsperspektive, Fogelscheuche, Fogelschwarm, Fogelspinne,…) schw. fågel; norw./dän./isl. fugl

Eindeutschen 2: Integration von Lehn-/Fremdwörtern

(Keine Angst vorm Eindeutschen)

Lehnwörter können leicht an die deutsche Schreibung angepasst werden, wenn wir die jeweiligen Laute haben und Zeichen dafür. Die Verwendung des Lehnwortes in Originalschreibweise natürlich optional.

Schon geschehen bei: Frisör (Friseur), Portmonee (Portemonnaie), Majonäse (Mayonnaise), Jogurt (Joghurt), …

Malheur –> Malör
Milieu –> Miliö schw. miljö
Redakteur –> Redaktör, Redakteur wie Frisör (Friseur)
Regisseur –> Regissör, Regisseur wie Frisör (Friseur)

Kommentare, Diskussion und Vorschläge erwünscht!

Finntroll – Neues Album bis spätestens Januar 2010

September 5, 2009 at 6:57 | In Musik | 2 Comments
Tags: , , , , , , ,

Bis zum 1. September 2009 dokumentierte Trollhorn, der Keyboarder der finnischen Folk-Metal-Band Finntroll, in einem Internet-Tagebuch die Fortschritte der Studioaufnahmen zum neuen Finntroll-Album.

Das Studio-Tagebuch zu den Aufnahmen für den Ur-Jordens-Djup-Nachfolger im Sonic Pump Studio Helsinki ist auf der Moonsorrow-Website zu finden unter: Finntroll Studio-Tagebuch 2009

Zudem wurden zwei kleine Handy-Videos veröffentlicht, die einen winzigen Einblick ins Abmischen des Albums geben:
- Song-Mixing (.mp4)
- Song-Mixing 2 (.mp4)

Der Bericht endet mit den Worten: „No, we’re still not gonna announce the title of the upcoming album because we’re not 100% about it yet. :D It´s gonna be out on January 2010 latest via a certain label we have inked a deal with a couple of weeks ago, who will announce things more in the very near future.“

Wir dürfen gespannt sein.

Am 4. September wurde auf Metal1.info die News veröffentlicht, Finntroll haben einen Plattenvertrag über drei Alben mit Century Media abgeschlossen (siehe: News auf Metal1.info). Auch schon für Ur Jordens Djub, Nattfödd und die Trollhammaren-EP hatten Finntroll mit Century Media kooperiert (Mehr Infos auf Monsters and Critics.de).

Offizielle Website: finntroll.net
MySpace.com: OfficialFinntroll

Maskinen – Die schwedischen Deichkind

August 19, 2009 at 7:47 | In Musik | 1 Comment
Tags: , , , , , , , , , , , , ,

Fette, eingängige Beats, verrückte Texte, die man nicht so ganz ernst nehmen darf, und eine abgefahrene Bühnenshow. Das alles sind Markenzeichen der deutschen Electro- und Hip-Hop-Formation Deichkind. Jetzt tut es ihnen eine Band aus Skandinavien gleich: Maskinen aus Schweden.

Ihre erste Single erschien bereits 2007 und trägt den Titel „Alla som inte dansar“, der im Text des Liedes mit „är våldtäktsmän“ ergänzt wird und dadurch provokant zum Tanzen auffordert. Die deutsche Übersetzung lautet nämlich: „Alle, die nicht tanzen, sind Vergewaltiger.“
Zur Zeit noch ein Geheimtipp, reinhören!

MySpace.com: Maskinen

„Umamige Shiitake-Pilze“ – Flexion einer Geschmacksrichtung

Mai 17, 2009 at 4:50 | In Sprache | Leave a Comment
Tags: , , , , , , , ,

Die fünfte von der Zunge wahrnehmbare Geschmacksrichtung umami (neben süß, salzig, sauer und bitter) hat noch nicht lange Einzug in den gegenwärtigen Sprachgebrauch gehalten. Das Wort stammt aus dem Japanischen, bedeutet übertragen fleischig oder herzhaft und hat einen Eintrag im Rechtschreib-Duden.

Um das Wort vollends ins Deutsche integrieren zu können, bedarf es auch einer Flexion. Doch wie flektiert man umami? Das Gericht schmeckt süß, salzig, sauer, bitter oder umami (okej, klar). Aber was ist mit der bestimmten Adjektivsform: das süße Gericht, das salzige Gericht, das … umamige Gericht? Oder muss man auf andere Formen ausweichen, wie bei den Farbadjektiven lila, pink und orange (das lila-, pink- oder orangefarbene Kleid)? – Wobei hier natürlich umgangssprachliche Formen wie das lilane, pinke oder orangene Kleid existieren – das umami schmeckende Gericht?

Also? – Das schmeckt umami. Süße Weintrauben, saure Zitronen und umamige Shiitake-Pilze. Oder?

Umamige Shiitake-Pilze

„Magic Seven“ – Die Vollkommenheit der siebensaitigen Gitarre

August 21, 2008 at 12:25 | In Musik | 1 Comment
Tags: , , ,

E-Gitarren mit sieben statt der üblichen sechs Saiten – Bands wie Morbid Angel, Korn und Meshuggah haben es vorgemacht. Heute sind die Siebensaiter aus der Musik, besonders den extremeren Metal-Stilen, nicht mehr wegzudenken.

Fast jeder Gitarrenhersteller hat ein oder mehrere Siebensaiter-Modelle im Sortiment, Vorreiter ist die japanische Firma Ibanez. Hier erschien 1990 mit der Ibanez Universe die erste in Serie produzierte siebensaitige E-Gitarre nach den Vorstellungen des Gitarristen Steve Vai.

Auch in der klassischen Gitarrenmusik ist die Erweiterung des Tonumfangs durch das Hinzufügen einer oder mehrerer Seiten durchaus gängig.

Doch warum sollte man sieben Saiten brauchen? Nachfolgend vier gute Gründe:

  • Ein Instrument, eine Stimmung: Mit einer siebensaitigen Gitarre entfällt das ständige Rauf- und Runterstimmen. Es lässt sich beispielsweise mit der siebensaitigen E-Gitarre in Standardstimmung (HEADghe) sowohl Hammer Smashed Face von Cannibal Corpse (Originalstimmung: D#G#C#f#a#d#) als auch Amon Amarths Death In Fire (Originalstimmung: HEADf#e) problemlos spielen, ohne lästiges Umstimmen. Der Konzertgitarrist hat es zudem leichter Stücke, die für andere Instrumente wie z.B. Piano oder Cello komponiert wurden, für die Gitarre zu transponieren.
  • Größere Vollkommenheit im Bassbereich: Der Gitarrist hat in Standardstimmung fünf (!) tiefe Halbtöne mehr zur Verfügung. Warum nicht einfach mal bei für Elise oder dem alten Tárrega ein eine Oktave tieferes D oder sogar C im Bass knurren lassen?
  • Mehr Systematik: Der erste Greifton der tiefen H-Saite ist ein C. Dies erinnert an die typische Oktave beginnend mit C auf dem Piano für die einfache C-Dur- und a-Moll-Tonleiter. Benutzt der Gitarrist eine Dropped-A-Stimmung (AEADghe), so kann er mit einem Finger sehr tiefe, aber auch rocktypische Powerchords beginnend mit A als Root auf der tiefen Saite greifen. Mit englischen Notennamen klingt das dann sogar kinderleicht: ABCDEFG. Das D ist hier das selbe, welches der Sechssaiter-Gitarrist bei einer Dropped-D-Stimmung als tiefsten Ton erreicht.
  • Wie der E-Bass: Bei Bassisten gibt es seit längerem den Trend zu fünfsaitigen Instrumenten. Hier ist die Standardstimmung HEADg. Die tiefste Saite klingt genau eine Oktave tiefer als die der siebensaitigen E-Gitarre. Fünfsaitiger E-Bass und siebensaitige E-Gitarre entsprechen und ergänzen sich genauso wie das Pärchen „viersaitig – sechssaitg“.

Ein Nachteil hat die siebte Saite wohl kaum, einfach ausprobieren und nicht mehr missen wollen. Ich ende mit einem Zitat des Korn-Gitarristen Munky Shaffer zur siebten Saite: „Now playing without it seems like playing without a finger.“ – Und nein, ich bin kein Korn-Fan.

„Nordische Musik“ – Eine wunderschöne Internetseite über Musik aus Skandinavien und noch kälteren Regionen

Juli 16, 2008 at 10:26 | In Musik | Leave a Comment
Tags: , , , , , , , , , , , , ,

Die Internetseite Nordische-Musik.de ist ein ansprechend designtes Angebot, welche über 3800 Rezensionen (Stand: 2008-07-16) zu musikalischen Veröffentlichungen aus dem skandinavischen Raum sowie aus den „Nordpolarregionen“ bietet, genauer gesagt aus Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark, Island, den Färöern und Nordpolarregionen (wie Sibirien, Grönland oder Alaska). Hierbei beschränkt sich die Seite nicht auf die Musik des Mainstream, sondern behandelt Genres in ihrer vollen Breite, vom Rock und Pop über Metal bis hin zu Jazz und avantgardistischer Musik.

Die Rezensionen sind nachvollziehbar verfasst, gut strukturiert und übersichtlich dargestellt und bieten zusätzlich Querverweise zu ähnlichen Künstlern. Die Qualität der Rezensionen gründet wahrscheinlich vor allem darin, dass es sich bei den Rezensenten hauptsächlich um Journalisten und Akademiker handelt. Neben den bloßen Rezensionen ist jedoch noch mehr zu entdecken. So gibt es auch eine Reihe von Artikeln und Interviews mit Künstlern und eine Liste mit aktuellen Tourterminen.
Ich empfehle die Seite nicht nur für Freunde der nordischen Metal-Musik!

Von mir ausgewählte Rezensionen:

  • Ásmegin (Viking Metal aus Norwegen)
  • Darkthrone (Black Metal aus Norwegen)
  • Deathstars (Industrial Metal aus Schweden)
  • Eläkeläiset (Humppa aus Finnland)
  • Emperor (Black Metal aus Norwegen)
  • Ensiferum (Folk Metal aus Finnland mit Einfluss aus Melodic Death Metal)
  • Finntroll (Folk Metal aus Finnland mit starkem Black-Metal-Einfluss); Interview
  • Kaizers Orchestra (Alternative Rock aus Norwegen)
  • Lumsk (Folk Metal aus Norwegen)
  • Månegarm (Viking Metal aus Schweden)
  • Marduk (Black Metal aus Schweden)
  • Mayhem (Black Metal aus Norwegen)
  • Meshuggah (Progressive Metal aus Schweden)
  • Mortiis (Industrial Rock aus Norwegen)
  • Moonsorrow (Pagan Metal aus Finnland)
  • :Of The Wand & The Moon: (Neofolk aus Dänemark)
  • Opeth (Progressive Death Metal aus Schweden)
  • Satyricon (Black Metal aus Norwegen)
  • Sigur Rós (Post-Rock aus Island)
  • Storm (Folk Metal aus Norwegen)
  • Troll (früher Black Metal, heute Industrial Metal; aus Norwegen)
  • Turisas (Viking Metal aus Finnland)
  • Týr (Viking/Folk Metal von den Färöern)
  • Ulver (früher Black Metal, dann Industrial Metal, heute Trip Hop und Ambient; aus Norwegen)
  • Vintersorg (Folk Metal und Progressive Metal aus Schweden)
  • Alle letzter Zugriff: 2008-07-17

Bethlehem – 2009 neues Album der Dark-Metal-Pioniere?

Juli 8, 2008 at 1:00 | In Musik | Leave a Comment
Tags: , , , , , ,

Bandnahe Informationen über das Schaffen der Grevenbroicher Dark-Metal-Band um den Texter und Bassisten J. Bartsch zu erfahren erwies sich für den normalen Internet-User lange Zeit als recht schwierig. Lediglich eine 2001 begonnene und 2003 das letzte mal aktualisierte Bandwebsite unter Bethlehem Official Asylum sowie ein Bulletin Board, welches über die inzwischen nicht mehr existente Adresse AlexanderWelt.org erreichbar war, existierten im Internet. Über letztere Quelle erfuhr man beispielsweise über den Rauswurf des Sängers „Guido Meyer de Voltaire“, welcher auf „Schatten aus der Alexander Welt“ und „Mein Weg“ zu hören war.

Seit 2006 jedoch präsentiert Bartsch sein Industrial-/Rhythmic-Noise-Projekt „Stahlmantel“, mit welchem er hochproduktiv ist, über die Website Stahlmantel.com. Über diese Seite erreicht man ein Forum, in welchem das Schaffen sowohl von Stahlmantel als auch von Bethlehem besprochen wird (Stahlmantel/Bethlehem Forum).

2007 folgte die Anmeldung beim großen sozialen Netzwerk „Myspace.com“: Myspace.com: Stahlmantel und Myspace.com: Bethlehem. Über das Stahlmantel-Profil kann man fast in Echtzeit die Produktivität und Aktivität des Projekts beobachten, fast monatlich werden hier großartige neue Kompositionen präsentiert.

Auf dem Bethlehem-Profil befinden sich derzeit freie Downloads exklusiver Remixe von Bethlehem-Klassikern wie „Teufelsverrückt Gottdreizehn“ und „Du sollst dich töten“ mit zusätzlichen Gitarrenparts von „Herr Morbid“ (Sänger und Gitarrist bei der italienischen Band Forgotten Tomb) und neuen Vocals von „Jonathan Théry“ (Bass und Vocals bei der franzsösischen Band Ataraxie). Ein Album mit Remixen und Neuaufnahmen alter Songs ist für 2008 angekündigt.

Bethlehems siebtes Album 2009?

Bereits Anfang 2007 gab Bartsch an, es werde ein neues Bethlehem-Album geben, welches stilistisch an die älteren Werke wie „S.U.I.Z.I.D.“ angelehnt sein soll. Die Mitarbeit des Gitarristen „Olaf Eckhardt“ wurde bereits zugesagt. Im September 2007 präsentierte Bartsch über das Bethlehem-Myspace-Profil „Herrn Morbid“ (s.o.) als neuen Gitarristen der Band. Über das Myspace-Profil der Band Paragon Belial – die Band des ehemaligen Bethlehem-Sängers „Andreas ‚Andras’ Classen“ – gab man bekannt, dass der Schlagzeuger „Marcus ‚Zahgurim’ Losen“ (ebenfalls früher bei Bethlehem) einige Session-Drums für ein neues Bethlehem-Album übernehmen werde.

Im Mai 2008 erschien dann auf der Bethlehem-Myspace-Seite neues Material, welches Olaf Eckhardt komponiert hatte.

Der Sänger „Marco Kehren“ von der Band Deinonychus, welcher auf den Bethlehem-Alben „S.U.I.Z.I.D.“’ und „Reflektionen aufs Sterben“ zu hören war, ist inzwischen an Stahlmantel beteiligt. Vielleicht wird er ja auch für ein neues Bethlehem-Album den Gesangspart übernehmen (?).

Neues Bethlehem-Album 2009? – Lassen wir uns überraschen!

Bethlehem
Stahlmantel

„Die Zwanzig-Nuller“ – Suche nach dem Namen für unsere Dekade

Juni 18, 2008 at 6:11 | In Geschichte, Sprache | Leave a Comment
Tags: , , , , , , , ,

„Die besten Hits der 70er, 80er, 90er“ – so heißt es oft im Radio, doch was kommt danach? Die 00er (Nuller)?

Man benannte die letzten Jahre auch als Null-Zwei, Null-Drei, Null-Vier und so weiter, warum also nicht „die Nuller“? Ein größeres Problem ergibt sich mit der Benennung der Dekade als 2000er (sprich: Zweitausender), denn letztendlich sind alle Jahre von 2000 (Zweitausend) bis 2999 (Zweitausendneunhundertneunundneunzig) Zweitausender Jahre, somit trifft diese Bezeichnung eher auf das ganze Jahrtausend zu und wäre als Bezeichnung für die Dekade missverständlich.

Im englischsprachigen Raum existiert die Diskussion zur Benennung unserer gegenwärtigen Dekade schon seit längerer Zeit. Die Website „NaughtAughty.com“ ist komplett der Dekade gewidmet, hier werden die Versionen „Aughties, Naughties, Naughts, Aughts and Naughty Aughties“ vorgeschlagen, also allesamt sprachliche Varianten des Wortes Null (Zero), und zudem ein Rückschau auf die Dekade gewagt.
Timothy Noah veröffentlichte 2004 einen Artikel, der schon in der Überschrift forderte: „Name That Decade. Can we please agree on what era it is we’re living in?” [Link] Er bemängelt, dass man nur rückblickend über eine Dekade sprechen kann, was 2004 noch leicht zu bemängeln war. In der Mitte des Jahres 2008 ist der Blick auf das Ende der Dekade jedoch schon klar möglich, und damit auch der Rückblick.
Der Name „Noughties“ wurde bereits im Jahr 2000 von BBC News verwendet, ein Artikel heißt hier: „The noughties: So where are we now?“ [Link]. An dieser Bezeichnung wurde jedoch kritisiert, dass man „nought“ für „Null“ nur in Großbritannien benutzen würde.
Weitere kursierende Versionen für den englischen Sprachraum sind „nils, nillies, zeroes, double zeroes, oh-zeroes, ohs, double ohs, oh-ohs, und twenty ohs“, hier gibt es also alles andere als eine Einigung.

Zurück nach Deutschland: Glücklicherweise ist hier kein so großer Variantenreichtum für die Zahl Null vorhanden, sodass man nicht so ausschweifen muss bzw. kann.
In Anlehnung an „die Achtziger“, die „Neunziger“ vielleicht zweistellig die „Nuller Jahre“? Ich persönlich bin gegen eine Bezeichnung mit „Nullnuller Jahre“ wie sie auch kursiert, da den Jahren der Dekade in den letzen beiden Stellen nur eine Null gemeinsam ist (Null-Zwei wäre kein Nullnuller Jahr).
Auf der Website „derStandard.at[Link] wurde eine Umfrage gewagt, die gegen eine direkte Bezeichnung ausfiel: 1723 stimmten für eine Umschreibung „im Stil von ‘… nach der Jahrtausendwende’“, 1146 stimmten für eine Bezeichnung mit „Die Nuller Jahre“ (Zugriff: 2008-06-18).

Und wie könnte eine Benennung in Abgrenzung zum ganzen Jahrtausend (die Zweitausender Jahre von 2001 bis 2999) aussehen? In einem Lied der schweizerischen Elektronik-Band Saalschutz heißt es „ich will zurück nach Neunzehn-Neunundneunzig“ (19, 9 & 90). Von dieser Art der Bezeichnung abgeleitet könnte man die letzten Jahre als Zwanzig-Null-Eins (2001), Zwanzig-Null-Vier (2004) und Zwanzig-Null-Sieben (2007) bezeichnen, womit eine Gesamtbenennung der Dekade mit die „Zwanzig-Nuller“ zutreffend wäre. In Anlehnung an die Benennung der Jahre im letzten Jahrhundert beispielsweise mit Achtzehnhundertvierundsiebzig (1874) oder Neunzehnhundertvierundneunzig (1994) wäre auch eine Benennung mit Zwanzighundertnulleins (2001), Zwanzighundertnullvier (2004) oder Zwanzighundertnullsieben (2007) anzunehmen, sodass die Dekade „die Zwanzighundertnuller“ hieße.

Also die Dekade von 2000 bis 2009 als „die Zwanzignuller Jahre“ oder „die Zwanzighundertnuller Jahre“? – Nichts ist unmöglich.

PS: Blogs sind ein technisch-soziales Phänomen der Zwanzignuller Jahre ;)

Nächste Seite »

Bloggen Sie auf WordPress.com. | Theme: Pool by Borja Fernandez.
Entries and comments feeds.